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 Anbremsen - 29er vs 26er 
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TwentyNiner
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Beitrag Anbremsen - 29er vs 26er
aloah @ll..

in der aktuellen bike wie auch in gespraechen auf m trail mit "dh-lern" (29er als moegliche dh-geschosse) wird als negativ punkt 29 vs 26 das verschlechterte anbremsen genannt.
massetraegheit. also quasi wie das beschleunigen auch schlechter sei. auf meinen trails mit meiner fahrweise trifft beides mehrheitlich nicht zu....was nuetzts mir wenn ich das raedli an und fuer sich schnell zum stillstand/in rotation bringe, aber dann zu wenig gripp habe und deswegen weniger hart bremsen/gas geben kann.
auf teer, keine frage, bremst/beschleunigt es schlechter, im gelaende - nono.
ich bin keiner der bei jeder kurve bis zum letzten cm noch vollgas faehrt und dann in die eisen steigt, noch ist mein terrain "dh-like". liegts daran das ich sowas nicht beurteilen kann oder.....

wie seht ihr das?

ride on


14.01.2010 10:48:34
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Meine persoenliche Erfahrung:

Meine 29er haben natuerlich groessere rotierende Massen, und dementsprechend muss mehr Bremsleistung aufgebracht werden, um sie schnell zum Stehen zu bringen. Dazu kommt noch das veraenderte Hebelverhaeltnis wegen der groesseren Raeder. Wo bei einem 26" Rad vielleicht eine 160 mm Bremsscheibe gereicht haette, kann bei einem 29er eben eine 185 mm Scheibe notwendig werden.
Bei meinem Gewicht (110 kg) war auch eine 203 mm Scheibe alleine nicht mehr zufriedenstellend, ich habe mir jetzt eine Avid Code Bremsanlage gekauft, womit sich die Raeder mindestens so gut verzoegern lassen wie mit einer "normalen" Bremsanlage auf einem 26" Bike.
Auf die Beschleunigung hat das natuerlich keinen Einfluss, aber damit muessen wir wohl leben ;-)


14.01.2010 11:18:13
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
die frage nach der massenträgheit beim anbremsen stellte sich für mich auch noch nicht, denn durch die weitaus höhere traktion bergauf wie bergab fühle ich mich schlicht sicherer beim bremsen. vor allem beim bremsen in steilem gelände - und das auch mit schmaleren reifen.

ich fühle mich weitaus unwohler beim bremsen bergab auf einem 26er mit 140mm federweg und 2.4er fat albert (hatte ich mal), als auf einem 29er mit 100 oder 120 federweg mit 2.2er ardent oder saguaro (habe ich jetzt).


14.01.2010 11:20:15
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
wie schnell man Steht ist nicht nur auf die Massenträgheit der Rädli zu beziehen, das ist nur eine Komponente des Ganzen. Am Ende des Trails gilt wie schnell man das Systemgewicht zum Stehen bringt und da ist die Haftung am Boden das Wichtigste um die schiebende Masse des Fahreres abzubremsen. Ich behaupte mit einem 29er steht man schneller.

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14.01.2010 11:34:28
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
den dh-lern reicht ja auch am 26er ne code, saint o.ae. oft nicht aus...einige meinten auch das sie, wenn sie mit einem 29er richtig in die eisen steigen, das rad falten wuerden, weils am 26er auch schon passiere....das macht durchaus sinn, natuerlich ist jedoch noch keiner von denen ein 29er gefahren, wie auch, s gibt ja noch keine dh-bikes ;)

ich frage mich halt, ob "sicherheitsempfinden", wie ich und wenn ich das richtig versteh auch ellen so empfinden, sich auf "sportliche" dh-fahrweise (so wie ich eben nicht fahre, mir ist das mehrheitlich wurst ob ich eine kurve aus 2m vor scheitelpunkt oder 1m davor anbremse) uebertragen laesst oder eben nicht. ist mir schon klar das 1m frueher oder spaeter anbremsen ueber sieg oder niederlage entscheidet, aber ich habe das gefuehl, mit einem 29er koennte spaeter angebremst werden, eben weil mehr grip. vielleicht taeuscht das auch weil sich die fuhre mit grossen raedli viel ruhiger verhaelt, sie effektiv aber langsamer unterwegs ist. ich fahre kein dh mit der stoppuhr.....drum kann das schon sein.

mich hat das schon im trail-talk mit den dh-lern irritiert und jetzt kommt die bike auch noch mit dem kaese....

ich glaube, ich kann einfach nicht gut genug radfahren um sowas zu beurteilen.....drum brauch ich ja eure hilfe ;)

happy trails


14.01.2010 11:47:40
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
diese Vollbremsungen bei denen man das das Bike zusammenlegt, seh ich bei den Profis eigentlich nie, die tippen nur kurz an und reissen die Karre rum. Bei denen überhitzen die Bremsen auch nicht. Ich will niemandem etwas unterstellen, aber so Zeugs hört man meist von den stolzen "ich krieg alles kaputt" Typen.

hier mal ein wenig feinster Downhill gegen die Zeit...
http://www.youtube.com/watch?v=mIygwolIHjg

dass auf solchen Strecken 29er überlegen wären, könnt ich mir sehr gut vorstellen.

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14.01.2010 12:08:54
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Hallo!
Ich fahre von der Auslegung her auf meinen 29ern identische Bremsanlagen wie auf meinen 26ern früher.
Habe keine großartigen Unterschiede bemerken können.
Den Rahmen beim Bremsen zusammenfalten? Geht wohl eigentlich nur mit Doppelbrücken!
Gruß, Stefan


14.01.2010 13:13:23
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
zingel hat geschrieben:
hier mal ein wenig feinster Downhill gegen die Zeit...
http://www.youtube.com/watch?v=mIygwolIHjg


Bei dieser Geschwindigkeit und dieser technischen Anforderung würde ich mir eher Gedanken um gute Protektoren machen, als um Verzögerungswerte bei unterschiedlichen Reifengrößen :-D . Was für ein Bike-Beherrschung. Respekt!!! Und dabei geht Sam Hill wie ein XC-Racer an den Start (vom Integralhelm mal abgesehen).


14.01.2010 13:42:46
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
mit "rad falten" meinte ich das laufrad falten, nicht das fahrrad. begegne schon selten mal leuten auf m trail, die ihr vorderrad getacoed ;) haben....
glaube auch das sowas ein stueck weit mit fehlendem fahrkoennen zusammenhaengt, zuweng smooth, schlechte linie, etc. wobei ich sowas auchschon im weltcup gesehen habe...

aber es beruhigt mich, das zingel auch denkt, 29er bremsen besser. von den bildern/filmlis und hoeren sagen ist seine fahrtechnik nicht soooo schlecht. der kann das sicher besser beurteilen als ich......

gerade pete royal...der waere doch wie geschaffen um 29er im dh zu pushen ;)

ride on


14.01.2010 13:59:24
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Ich habe das einmal genuer gerechnet. Einen 29" rad braucht 0.4% mehr energie als ein änliches rad von 26" um die gleiche geschindichkeit zu erreichen. Ein 29" rad dank der geringere rollwiederstand braucht aber weniger energie. Was man in die beschudigungsphase verliert macht man wieder gut beim fahren. Dazu ein 29" rad verliert wenig schwung (energie) auf die unebenheiten.

Aber es ist richtig ein 29" rad braucht grössere bremsen. Nicht wegen den energie (die ist fast gleich mit beide rad durchmesser) sondern wegen den verhältniss zwischen den durchmesser des rad und von die bremsen. wenn das rad 10% grösser ist sollten die bremsen auch 10% grössen werden.

Ich wurde sagen das dank den grösserekontaktfläche ein 29er besser bremsen kann....


14.01.2010 22:01:56
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Zitat:
Ich habe das einmal genuer gerechnet. Einen 29" rad braucht 0.4% mehr energie als ein änliches rad von 26" um die gleiche geschindichkeit zu erreichen.

Das klingt ja mal interessant! Wie hast du das denn gerechnet? Hast du gleiche Werte fuer Gewicht der Laufraeder incl. Reifen angenommen? Und gleiche Werte fuer das Gesamtgewicht des Fahrrads? Bezieht sich deine Rechnung auf das Gesamtsystem oder nur das Laufrad?

Steffen


15.01.2010 10:04:44
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Goxer hat geschrieben:
Aber es ist richtig ein 29" rad braucht grössere bremsen. Nicht wegen den energie (die ist fast gleich mit beide rad durchmesser) sondern wegen den verhältniss zwischen den durchmesser des rad und von die bremsen. wenn das rad 10% grösser ist sollten die bremsen auch 10% grössen werden.


Hallo!
Das mit dem Durchmesservergleich und den 10% ist nicht richtig!
Ein 29er Rad dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit auch um 10% langsamer als ein 26er.
Abgesehen von der angesprochenen Massenträgheit ist die Bewegungsenergie die beim Bremsen "vernichtet" werden muss gleich!
Gruß, Stefan


15.01.2010 10:14:52
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Danke Stefan, du sprichst mir aus der Seele!!!

Diesen Quatsch, dass 29er schlechter bremsen oder größere Bremsen benötigen kann ich nicht mehr hören.
Es muß annähernd die gleiche Masse zum Stillstand gebracht und damit die gleiche Energie aufgewendet werden. Die Massenträgheit bei 3" größerem Raddurchmesser im Bremsvorgang ist wenn sie überhaupt nachweisbar ist, zu vernachlässigen - das Gesamtgewicht spielt hier die größere Rolle. Folglich wird die gleiche Kraft benötigt um das Rad zum Stillstand zu bringen!

Und um die Diskussion noch mehr 'anzuheizen'...

Letztendlich ist für den Bremsvorgang entscheidend, wie die Bremsleistung auch auf die Strasse/Untergrund gebracht werden kann - es ist die Fläche zwischen Reifen und Untergrundentscheidend! 29er haben eine größere, wie sagt mann 'Aufstandsfläche', d.h. sie bieten mehr Reibunggsfläche um die Energie zu 'verbraten' bzw. das Rad zu Stillstand zu bringen! Diese Tatsache wurde im Unterschied zu 26" Rädern schon beim Thema Traktion hinreichend hervorgehoben. Die Reibungsfläche zwischen Reifen und Untergrund hat so den größten Einfluß auf die eigentliche Bremsleistung.

Nehmt den Vergleich mit breiteren Reifen;
Ein breiterer Reifen gleicher Bauart in Bezug auf das Profil, bietet ebenso eine bessere Bremsleistung bei gleichem Radumfang. Er hat eine größere 'Aufstandsfläche'.

Und los geht's 'hängt mich höher...' :smt014

Gruß
Xiron


15.01.2010 10:49:59
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
stefan68* hat geschrieben:

Hallo!
Das mit dem Durchmesservergleich und den 10% ist nicht richtig!
Ein 29er Rad dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit auch um 10% langsamer als ein 26er.
Abgesehen von der angesprochenen Massenträgheit ist die Bewegungsenergie die beim Bremsen "vernichtet" werden muss gleich!
Gruß, Stefan



Betreffend die Energie hast du Recht. Die Energie ist die selbe und deswegen wenn die Bremsen gleich sind bei unterschiedlichen Raddurchmesser werden sie sich um die selbe Temperatur aufwärmen. Perfekt.

Aber siehe jetzt das anbremsen aus die kräften seite. Um ein Velofahrer zu stoppen benötige ich eine Kraft von sagen wir 500N. Die einzigen Teilen das den Boden berühren sind die Reifen. Also wirken diese Kräften nur auf den äussere Rand des Rad( nehmen wir an das wir nur mit der vordere Bremse anhalten wollen). Diese Kraft ist die gleich unabhängig von Raddurchmesser.

Ich kann diese Kraft nur mit den Bremsen aufbauen. Ein 26“ Rad hat ein Durchmesser von 640mm und den Bremse Rotor 160mm (4 mal kleiner). Um die 500N am Rad Rand zu aufbauen muss ich 2000N(4 mal grösser) auf die Bremsen haben.

Wenn jetzt mit 29“(720mm mit ein Verhältnis zu Bremsrotor von 4.5) die Rädern grösser werden auch die kräften an Bremsrotor um 4.5 grösser. (2250N)

Um diese grösser kraft zu aufbauen muss ich mehr mit den Händen mehr kraft an Bremshebel geben.

Deswegen sage ich das grössere Rädern grössere Bremsen benötigen. Ich möchte mit die gleiche Kraft an Bremshebel drucken.


15.01.2010 10:59:41
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Goxer hat geschrieben:
stefan68* hat geschrieben:

Hallo!
Das mit dem Durchmesservergleich und den 10% ist nicht richtig!
Ein 29er Rad dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit auch um 10% langsamer als ein 26er.
Abgesehen von der angesprochenen Massenträgheit ist die Bewegungsenergie die beim Bremsen "vernichtet" werden muss gleich!
Gruß, Stefan



Betreffend die Energie hast du Recht. Die Energie ist die selbe und deswegen wenn die Bremsen gleich sind bei unterschiedlichen Raddurchmesser werden sie sich um die selbe Temperatur aufwärmen. Perfekt.

Aber siehe jetzt das anbremsen aus die kräften seite. Um ein Velofahrer zu stoppen benötige ich eine Kraft von sagen wir 500N. Die einzigen Teilen das den Boden berühren sind die Reifen. Also wirken diese Kräften nur auf den äussere Rand des Rad( nehmen wir an das wir nur mit der vordere Bremse anhalten wollen). Diese Kraft ist die gleich unabhängig von Raddurchmesser.

Ich kann diese Kraft nur mit den Bremsen aufbauen. Ein 26“ Rad hat ein Durchmesser von 640mm und den Bremse Rotor 160mm (4 mal kleiner). Um die 500N am Rad Rand zu aufbauen muss ich 2000N(4 mal grösser) auf die Bremsen haben.

Wenn jetzt mit 29“(720mm mit ein Verhältnis zu Bremsrotor von 4.5) die Rädern grösser werden auch die kräften an Bremsrotor um 4.5 grösser. (2250N)

Um diese grösser kraft zu aufbauen muss ich mehr mit den Händen mehr kraft an Bremshebel geben.

Deswegen sage ich das grössere Rädern grössere Bremsen benötigen. Ich möchte mit die gleiche Kraft an Bremshebel drucken.


Das laesst sich auch sehr schoen beim Loesen von Radschrauben am Auto beobachten: Einige Hersteller liefern einen Schluessel mit Teleskop-Mechanismus mit. Nun versuche man einmal, die Schrauben ohne Ausziehen des Teleskopes zu loesen, und dann nach Ausziehen des Teleskopes.

Die Leistung, die sich aus Drehmoment*Drehwinkel ergibt, bleibt beim Wechsel auf unterschiedliche Raddurchmesser gleich. Aber das Drehmoment, das von der Scheibe aufgenommen werden muss, aendert sich bei kleiner werdendem Drehwinkel durch groessere Raeder. Um das Drehmoment an der Scheibe bei groesseren Raedern im gleichen Bereich zu halten, muss dann eben die Scheibe vergroessert werden.

Steffen


15.01.2010 14:05:49
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
@ Stefan, Goxxer, Xiron
Zitat:
Betreffend die Energie hast du Recht. Die Energie ist die selbe und deswegen wenn die Bremsen gleich sind bei unterschiedlichen Raddurchmesser werden sie sich um die selbe Temperatur aufwärmen. Perfekt


Zitat:
Es muß annähernd die gleiche Masse zum Stillstand gebracht und damit die gleiche Energie aufgewendet werden. Die Massenträgheit bei 3" größerem Raddurchmesser im Bremsvorgang ist wenn sie überhaupt nachweisbar ist, zu vernachlässigen - das Gesamtgewicht spielt hier die größere Rolle


Zitat:
Ein 29er Rad dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit auch um 10% langsamer als ein 26er.
Abgesehen von der angesprochenen Massenträgheit ist die Bewegungsenergie die beim Bremsen "vernichtet" werden muss gleich!


Damit habt Ihr natuerlich recht. Die rotierende Masse sollte im Verhaeltnis wirklich keine grosse Rolle spielen.

Steffen


15.01.2010 14:40:12
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
Steffen hat geschrieben:
Goxer hat geschrieben:
stefan68* hat geschrieben:

Hallo!
Das mit dem Durchmesservergleich und den 10% ist nicht richtig!
Ein 29er Rad dreht sich bei gleicher Geschwindigkeit auch um 10% langsamer als ein 26er.
Abgesehen von der angesprochenen Massenträgheit ist die Bewegungsenergie die beim Bremsen "vernichtet" werden muss gleich!
Gruß, Stefan



Betreffend die Energie hast du Recht. Die Energie ist die selbe und deswegen wenn die Bremsen gleich sind bei unterschiedlichen Raddurchmesser werden sie sich um die selbe Temperatur aufwärmen. Perfekt.

Aber siehe jetzt das anbremsen aus die kräften seite. Um ein Velofahrer zu stoppen benötige ich eine Kraft von sagen wir 500N. Die einzigen Teilen das den Boden berühren sind die Reifen. Also wirken diese Kräften nur auf den äussere Rand des Rad( nehmen wir an das wir nur mit der vordere Bremse anhalten wollen). Diese Kraft ist die gleich unabhängig von Raddurchmesser.

Ich kann diese Kraft nur mit den Bremsen aufbauen. Ein 26“ Rad hat ein Durchmesser von 640mm und den Bremse Rotor 160mm (4 mal kleiner). Um die 500N am Rad Rand zu aufbauen muss ich 2000N(4 mal grösser) auf die Bremsen haben.

Wenn jetzt mit 29“(720mm mit ein Verhältnis zu Bremsrotor von 4.5) die Rädern grösser werden auch die kräften an Bremsrotor um 4.5 grösser. (2250N)

Um diese grösser kraft zu aufbauen muss ich mehr mit den Händen mehr kraft an Bremshebel geben.

Deswegen sage ich das grössere Rädern grössere Bremsen benötigen. Ich möchte mit die gleiche Kraft an Bremshebel drucken.


Das laesst sich auch sehr schoen beim Loesen von Radschrauben am Auto beobachten: Einige Hersteller liefern einen Schluessel mit Teleskop-Mechanismus mit. Nun versuche man einmal, die Schrauben ohne Ausziehen des Teleskopes zu loesen, und dann nach Ausziehen des Teleskopes.

Die Leistung, die sich aus Drehmoment*Drehwinkel ergibt, bleibt beim Wechsel auf unterschiedliche Raddurchmesser gleich. Aber das Drehmoment, das von der Scheibe aufgenommen werden muss, aendert sich bei kleiner werdendem Drehwinkel durch groessere Raeder. Um das Drehmoment an der Scheibe bei groesseren Raedern im gleichen Bereich zu halten, muss dann eben die Scheibe vergroessert werden.

Steffen


Tja, Ihr habt ja recht! Aber auch leider nur dann wenn das Rad bereits steht!
Ihr betrachtet das ganze als ein statisches System. Da kann man bequem den Ansatz mit den Drehmomenten (Kräfte und Hebel) wählen.
Der bremsende Radler ist allerdings ein dynamisches System! Während des Bremsens ist er ja noch in Bewegung. Daher ist pysikalisch der Ansatz über die Energie zu wählen. Es gilt der Energie-Erhaltungssatz!
Anschaulich erklärt hat der bewegte Radler eine gewisse Bewegungsenerie, die durch die Bremse in andere Energieformen (zumeist Wärme) umgewandelt wird. Das Verhältnis der Hebel usw. ist solange der Radler sich noch bewegt völlig irrelevant.
Sobald der Radler steht gilt Eure Betrachtungsweise mit den Drehmomenten. Aber wenn der Radler steht, dann wird nicht mehr gebremst. Die Bremse hält jetzt nur noch den Radler in Position und verhindert das Weiterrollen. Hierfür tuts aber zumeist auch eine kleine Scheibe.
Ihr könnt jetzt natürlich völlig berechtigt fragen: Warum bremst dann überhauft eine große Scheibe besser? :smt017
Möglichst einfach erklärt liegt das daran, dass dann pro Umdrehung des Rades mehr Fläche in der gleicher Zeit durch die Bremsbeläge gezogen werden muss. Die Menge an Bewegungsenergie, die hierbei für die Reibung "aufgebraucht" wird ist größer. Daraus resultiert die stärkere Bremsleistung.

Aber wer will kann auch sagen: "Pysik ist mir egal, ich nehme trotzdem eine größere Scheibe" :-D
Abgesehen von dem größeren Gesamtgewicht eines 29er Rades (das eine Kilo ist aber beim einen Gesamtystemgewicht Biker+Rad von 80-120kg auch nicht so entscheident) und der höheren Rotationsenergie der großen Räder besteht aber keine Notwendigkeit für größere Scheiben!

Gruß, Stefan


16.01.2010 15:15:21
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
sehe ich auch so.

ich habe übrigens bei meinem Supercal den Bremsscheibendurchmesser maximalisiert und bremse nun mit XTR V-Brakes direkt auf der Felge! ...soll heissen die Scheibe ist direkt in der Felge integriert!!!

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16.01.2010 15:25:17
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
ähem

also ich fahr an den starren 29ern 160mm bremsen zum teil sogar mechanische

an den gefederten 180mm


ich fahr auch in den bergen ....

also faktisch eigentlich theoretisch müsst ich schon längst tot sein

aber ............


16.01.2010 15:45:52
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Beitrag Re: Anbremsen - 29er vs 26er
stefan68* hat geschrieben:

Tja, Ihr habt ja recht! Aber auch leider nur dann wenn das Rad bereits steht!
Ihr betrachtet das ganze als ein statisches System. Da kann man bequem den Ansatz mit den Drehmomenten (Kräfte und Hebel) wählen.
Der bremsende Radler ist allerdings ein dynamisches System! Während des Bremsens ist er ja noch in Bewegung. Daher ist pysikalisch der Ansatz über die Energie zu wählen. Es gilt der Energie-Erhaltungssatz!
Anschaulich erklärt hat der bewegte Radler eine gewisse Bewegungsenerie, die durch die Bremse in andere Energieformen (zumeist Wärme) umgewandelt wird. Das Verhältnis der Hebel usw. ist solange der Radler sich noch bewegt völlig irrelevant.
Sobald der Radler steht gilt Eure Betrachtungsweise mit den Drehmomenten. Aber wenn der Radler steht, dann wird nicht mehr gebremst. Die Bremse hält jetzt nur noch den Radler in Position und verhindert das Weiterrollen. Hierfür tuts aber zumeist auch eine kleine Scheibe.
Ihr könnt jetzt natürlich völlig berechtigt fragen: Warum bremst dann überhauft eine große Scheibe besser? :smt017
Möglichst einfach erklärt liegt das daran, dass dann pro Umdrehung des Rades mehr Fläche in der gleicher Zeit durch die Bremsbeläge gezogen werden muss. Die Menge an Bewegungsenergie, die hierbei für die Reibung "aufgebraucht" wird ist größer. Daraus resultiert die stärkere Bremsleistung.

Aber wer will kann auch sagen: "Pysik ist mir egal, ich nehme trotzdem eine größere Scheibe" :-D
Abgesehen von dem größeren Gesamtgewicht eines 29er Rades (das eine Kilo ist aber beim einen Gesamtystemgewicht Biker+Rad von 80-120kg auch nicht so entscheident) und der höheren Rotationsenergie der großen Räder besteht aber keine Notwendigkeit für größere Scheiben!

Gruß, Stefan


Genauer sage ich "weil Physik mir nicht egal ist, nehme ich grössere Scheiben...."!

Übrigens grössere Scheiben bremsen nicht besser. Sie können nicht den bremsweg kürzen.Wegen die grössere masse können sie länger arbeiten aber auf eine bremsung mit kalte scheiben bremsen sie nicht besser(sie werden weniger warm). Aber um den gleichen bremsweg zu halten muss ich mit kleinere scheiben stärker auf die bremshebeln ziehen! Der hebelgesetz ist auch ein teil der physik und diesen gesetz ich gultig für statische und dynamische systeme.


16.01.2010 16:04:33
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